Eugen Rasumow, Studierender der Hörtechnik und Audiologie, wurde mit dem renommierten Studienpreis 2008 der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA) ausgezeichnet. Der Preis wird einmal jährlich für herausragende Master- und Diplomarbeiten vergeben, die im universitären Bereich oder an Fachhochschulen erarbeitet worden sind (siehe http://www.dega-akustik.de/uber-die-dega/dega-studienpreis).
Die Auszeichnung für den Oldenburger Studierenden wurde auf der Jahrestagung der DEGA im März in Dresden bekanntgegeben. Raumow erhielt den Preis für seine Diplomarbeit, die er im Sommersemester 2007 am Institut für Hörtechnik und Audiologie an der Fachhochschule in Oldenburg unter der Betreuung von Prof. Dr. Martin Hansen geschrieben hatte. In der Arbeit mit dem Titel "Übertragungsfunktion der Basilarmembran" bearbeitete Rasumow ein Thema aus dem Bereich der Psychoakustik. Mit Hilfe von Hörversuchen untersuchte er unter anderem die Fähigkeit des menschlichen Gehörs, kleine Unterschiede im sogenannten Phasengang eines Schallsignals heraushören zu können. Dabei führte er die Hörexperimente einerseits mit menschlichen Versuchspersonen als Zuhörer in einer Hörkabine durch. Gleichzeitig ließ er ein Computermodell, welches das Hör- und das Entscheidungsvermögen des Menschen simulieren kann, dieselben "Hörversuche" durchlaufen und untersuchte damit, wie gut das Modell dabei im Vergleich zu Menschen abschnitt. Eugen Rasumow konnte mit seinen speziellen Experimenten und Simulationen zeigen, dass das Computermodell, welches derzeit weltweit als state-of-the-art gilt, in diesen speziellen Hörversuchen dem Menschen noch unterlegen ist. Dieses Ergebnis weist daher die Richtung, an welcher Stelle im Modell die komplizierte Wirklichkeit in der Zukunft noch detailgetreuer nachgebildet werden muss.
(M. Hansen)