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Allg. Informationen zum Studiengang H+A


Der zum WS 2005/2006 eingerichtete, in Deutschland bisher einzigartige Bachelorstudiengang (Bisher FH-Diplomstudiengang) "Hörtechnik und Audiologie" (H+A) führt den technischen, medizinischen, naturwissenschaftlichen und pädagogischen Bedarfsaspekt der Audiologie zusammen und befähigt die Absolventen, auf der Basis von sowohl audiologischem als auch technologischem Grundwissen in einer Vielzahl von Berufsfeldern im Bereich

  • Hörgerätetechnik,
  • Audiologie,
  • Audio- und Studiotechnik,
  • Technische Akustik

tätig zu sein.

H+A kommt damit den aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Gesellschaft an die Hörtechnik und Audiologie praxisorientiert, bedarfsgerecht und zeitlich planbar nach und schließt die Bedarfs- und Marktlücke zwischen den technischen Lehrberufen und universitären Ausbildungsberufen. Der Studiengang besitzt die Merkmale der Interdisziplinarität (Medizin, Physik, Ingenieurwissenschaften), der Internationalisierung des Studiums (Praxis-, und/oder Theorie-Semester im Ausland, Öffnung für ausländische Studierende) sowie der engen Kooperation mit der Wirtschaft (Hörgeräte-Industrie, Handwerk, Audio-Branche). Befragungen von europäischen Firmen zeigen, dass ein großer Bedarf an Absolventen mit diesem speziellen Profil besteht.

Besondere Merkmale des Studiengangs H+A

Hochschulübergreifende Zusammenarbeit:

Der Studiengang H+A wird gemeinsam von der Fachhochschule Oldenburg / Ostfriesland / Wilhelmshaven und der Universität Oldenburg angeboten. Die Kombination zwischen universitärer Forschungskompetenz auf dem Gebiet der Audiologie- und Hörgeräteentwicklung und international- sowie praxisorientierter Ausbildungskompetenz des FH-Standortes Oldenburg ermöglichen einen spannenden, zukunftsorientierten und an der aktuellen Forschung ausgerichteten Studiengang durchzuführen. Die Ausbildung bis zum Bachelor-Abschluss erfolgt dabei in erster Linie an der FH. Die Ausbildung zum Master-Abschluss ist eher an der Universität angesiedelt, wobei aber in beiden Ausbildungsteilen, der jeweilige Partner durch bestimmte Fächerangebote beteiligt ist. Sie lernen also in ihrem Studium beide Institutionen kennen.

Interdisziplinarität:

H+A ist auf dem interdisziplinären Gebiet der Hörtechnik angesiedelt, das insbesondere in den Bereichen Hörgeräte-Technologie, Akustik, digitale Audio-Signalverarbeitung und Telekommunikation in den zurückliegenden zehn Jahren eine rasante Entwicklung gefunden hat. Auf der einen Seite werden hervorragende technische Kenntnisse und deren Anwendung in der Technik, z. B. in der Signalverarbeitung benötigt. Auf der anderen Seite bestehen auf dem Gebiet der Audiologie dringend nachgefragte Berufsfelder, die bisher nur teilweise durch Ärzte, Audiometristen und Hörgeräte-Akustiker ausgefüllt werden konnten, da die entsprechenden Qualifikationsmerkmale fehlten. Der Studiengang H+A ist daher der europaweit erste Studiengang, der sich eng an die im Oktober 1999 von der European Federation of Audiological Societies (EFAS) entwickelte Curriculum des "General Audiologist" umsetzt, das auf das Schließen der Lücke zwischen technischen, medizinischen und pädagogischen Aspekten der Audiologie abzielt.

Internationalisierung des Studiums:

Teile des Studiums können von den Studierenden im Ausland erbracht werden. Es ist möglich das Abschlusssemester mit der Praxisphase und der Bachelor-Arbeit in einer internationalen Firma durchzuführen. Das fünfte und sechste Semster der theoretischen Ausbildung eignen sich ebenfalls für einen Auslandsaufenthalt, wobei die Entscheidung welches Semster gewählt wird von der Interessensausrichtung und der gewählten Partnerhochschule abhängt. Mit den europäischen Partnerhochschulen in folgenden Städten bestehen derzeit bilaterale Verträge für den Austausch von Studierenden:

  • Bordeaux, Frankreich
  • Oulu, Finnland
  • Eindhoven (Hogeschool), Niederlande
  • Stockholm (KTH), Schweden
  • Lyngby (DTU), bei Kopenhagen, Dänemark
  • Budapest Polytechnic, Ungarn

Aufgrund der europäischen Komponente des Studiengangs (europaweit erster Studiengang gemäß den EFAS-Empfehlungen, Zusammenarbeit mit mehreren vergleichbaren Bildungseinrichtungen im europäischen Ausland) wird die räumliche Flexibilität und damit die Einsetzbarkeit der Absolventen im Rahmen der europäischen Hörgeräte- und Audiotechnik-Industrie deutlich gefördert. Gleichzeitig ist es ausländischen Studierenden möglich in Oldenburg das fünfte oder sechste Semester zu studieren. Bei Bedarf werden die gewählten Module von den Lehrenden auf Englisch angeboten.

Kooperationen mit der Wirtschaft:

Bei einer Reihe von einschlägig tätigen, überregionalen Wirtschaftsbetrieben wurden bereits Praktika und Diplomarbeiten von Studierenden des bisherigen Diplomstudiengangs durchgeführt. Daraus ergaben sich insbesondere bei den Diplomarbeiten interessante Angebote für eine zukünftige Arbeitsstelle, so dass bereits einige unserer Absolventen erfolgreich im Berufsleben tätig sind. Die Praxisnähe der Ausbildung wird  auch durch die Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum "HörTech" und dem An-Institut "Hörzentrum Oldenburg" gefördert, das Auftragsforschung für sämtliche größeren, international tätigen Hörgeräte-Firmen durchführt.

Förderung von Frauen in den Ingenieurwissenschaften

Aufgrund des hohen Anteils an medizinischen, pädagogischen und kommunikativen Merkmalen des Berufsbildes der Hörtechnik und Audiologie ist das geplante Studienangebot insbesondere für Frauen sehr attraktiv. Dies zeigt sich auch in den bisherigen Frauenanteil der Sturienden, der bei ca. 45% liegt.



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